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Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Martini Rhüden und Wohlenhausen Rhüden ist um 826 bis 852 erstmals urkundlich erwähnt als "Ruidum", Schon von weitem erkennt man den Kirchturm, der besonders durch seine nächtliche Anstrahlung ein weithin sichtbares Wahrzeichen ist. Von ca. 1280 bis zur Gebietsreform 1974 bestand Rhüden aus zwei Gemeinden. Kirchlich bildeten beide schon immer einen Kirchenverband. Klein Rhüden gehörte zu Braunschweig. Dagegen gehörte Groß Rhüden bis 1523 zum Stift Hildesheim. In der Zeit, als Herzog Julius die Reformation einführte, gehörte Groß Rhüden zum Herzogtum Braunschweig (1568), wurde also auch reformatorisch. Im Jahr 1643 wurde Groß Rhüden dem Stift Hildesheim zurückgegeben. Die Bewohner blieben aber evangelisch und werden bis heute von der Landeskirche Braunschweig betreut. Die alte St.-Martini-Kirche brannte 1834 ab. Nach einer Zeichnung des Konsistorialbaumeisters Wilhelm Haase wurde von 1885 bis 1888 unter der Leitung des Baumeisters Siborg aus Gandersheim, und dem Maurermeister Hunger aus Bockenem die Kirche neu erbaut. Sie ist im neugotischen Stil aus Sandsteinen errichtet. Die Kosten betrugen 127.775,-- Mark, die Kosten der Orgel 9000,- Mark. Die Kirche ist 44 m lang, der Turm 53 m hoch. Es befanden sich für 675 Personen Sitzplätze in der Kirche, heute noch für ca. 400. 1988 wurde mit dem Einbau von drei neuen Glasfenstern der Altarraum umgestaltet. 1997 wurde eine dritte Glocke durch die Firma Sinn gegossen und eingebaut. So besitzt die Kirche drei Glocken, die zu den Gottesdiensten rufen. Im Jahr 1983 wurde das Martin-Luther-Haus gebaut. In den Wintermonaten finden dort die Gottesdienste statt. Das schöne Dorf Wohlenhausen ist seit der Reformationszeit zu Rhüden eingepfarrt. Seit 1820 steht dort die schlichte, aber sehr einladende "Johannes-Bugenhagen-Kapelle". Unter einem Dach ist sie vereint mit der ehemaligen Kantoren- und Lehrerwohnung. Die 100 Einwohner des Dorfes, in dem es eine eigene Feuerwehr und einen Männergesangverein gibt, sind sehr stolz auf ihr Gotteshaus. Auch viele Auswärtige kommen gerne zu Besichtigungen und Amtshandlungen nach "Waldenhusen", wie es einst wegen seiner Lage genannt wurde.
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